
Ein Tag auf einen einzigen Kontakt, ein Wechsel in die Segment-Ansicht, und die Zahl darin klettert im selben Moment um genau eins nach oben — kein Neuladen, keine zweite Liste, die ich parallel pflegen muss. Genau das ist der Kern meiner KlickTipp-Erfahrungen: Als Solopreneur, der E-Mail-Marketing im DACH-Raum lebt, verlasse ich mich auf ein Tagging-System, das meine Automatisierung trägt, statt sie ständig zu sabotieren.
Kurzer Hinweis, bevor es weitergeht: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links, unter anderem zu KlickTipp. Kaufst du darüber, bekomme ich eine Provision — für dich ändert sich am Preis nichts. Ich schreibe trotzdem nur über Tools, die bei mir wirklich im Einsatz waren oder sind.
Sieben Tools, ein Grundproblem: Warum Listen für mich nicht funktionierten
Sieben E-Mail-Tools habe ich ausprobiert, und keins hat gehalten, was die Salespage versprochen hat.
Jede Liste kostet Geld, sobald ein Kontakt doppelt drinsteht — und bei den meisten Anbietern zählt jeder Eintrag einzeln, selbst wenn es derselbe Mensch ist, der sich nur für Newsletter, Webinar und Kursbereich getrennt angemeldet hat. Das ist ungefähr so, als würde mein Kühlschrank mir für Milch und Butter getrennte Mietgebühren berechnen, nur weil beides in unterschiedlichen Fächern liegt.
Bevor der Wechsel zu KlickTipp kam, hatte ich den kostenlosen Plan von Mailchimp bis an die Grenze der erlaubten Kontakte ausgereizt, weil ich dachte, das spart mir Kosten — am Ende hatte ich doppelte Einträge und Tags, die niemand mehr zuordnen konnte, weil das kostenlose Kontingent keine saubere Struktur zuließ. Das war mein Fehler, nicht der des Tools.
So bin ich bei KlickTipp gelandet, und zwar wegen eines einzigen Architekturprinzips: Jeder Kontakt existiert genau einmal in der sogenannten Contact Cloud, egal wie viele Interessen er hat.
Die Contact Cloud: Ein Kontakt, viele Tags

Statt Listen gibt es Tags — digitale Klebezettel, die an einem Kontakt hängen: „Interesse Coaching", „Kunde Online-Kurs", „Webinar-Besuch". Ein Kontakt kann fünf, zehn oder zwanzig Tags gleichzeitig tragen, ohne dass er deshalb fünfmal in meiner Datenbank auftaucht.
Auf meinem Schreibtisch in Hamburg-Eimsbüttel laufen zwei Monitore parallel — links das KlickTipp-Dashboard, rechts die Doku –, direkt daneben ein zusammengeklapptes Gästebett aus der Zeit, bevor der Raum zum Arbeitszimmer wurde. Post-its mit Tool-Notizen kleben über dem linken Bildschirm, beleuchtet nur von der Schreibtischlampe, wenn ich abends noch an Automationen bastle.
Ein Grund, warum ich bei einem deutschen Anbieter bleibe, ist die DSGVO — KlickTipp hostet in Deutschland, und der Support versteht sofort, worum es bei Datenschutz-Fragen geht, ohne dass ich alles zweimal auf Englisch erklären muss.
Meine Klientin Stefanie Görner, die ihre eigene Online-Ernährungsberatung per Newsletter begleitet, fragt bei jeder neuen Einstellung im System als Erstes: Ist das DSGVO-konform? Bei der Tag-Automatisierung in KlickTipp konnte ich ihr das bisher immer glaubhaft bejahen, ohne lange nachschlagen zu müssen.
Wie funktioniert das Tagging-System in der Praxis?
Wer auf einen Link in einer meiner E-Mails klickt, bekommt automatisch ein passendes Tag — kein manuelles Eintragen, kein späterer Excel-Abgleich. Klickt jemand auf den Link zu einem neuen Coaching-Programm, landet sofort das Tag „Interesse Launch" am Kontakt, und jede spätere Kampagne kann genau diese Gruppe gezielt ansprechen oder gezielt ausschließen.
Das Prinzip dahinter nennt sich tag-basierte Segmentierung, und die Kurzfassung reicht mir hier: Ein Kontakt bekommt Eigenschaften zugewiesen, statt in eine feste Schublade gesteckt zu werden.
Tags automatisch setzen lassen: Automation ohne Technik-Studium

Beim ersten Automations-Setup für eine mehrstufige Kampagne habe ich den visuellen Editor genutzt — Bausteine per Drag-and-drop, die ich wie Zahnräder ineinandergreifen lasse (zumindest, wenn ich die Bedingungen nicht wieder verknote wie Kopfhörerkabel in der Hosentasche): Wenn Tag „Webinar-Besuch", dann warte zwei Tage, dann sende die nächste E-Mail. Wenn Klick auf einen bestimmten Link, dann setze das Tag „Heißer Lead".
Eine komplette Anleitung zum Einrichten würde hier zu weit führen; für mich zählt, dass ich als Nicht-Entwickler diese Logik ohne Informatikstudium selbst zusammenklicken kann, während die Katze nebenan die Steuerunterlagen als Kissen benutzt.
Meine alte Freundin Maike Teuber, die ihre eigenen Online-Yoga-Kurse betreibt, schiebt einen Tool-Wechsel für gewöhnlich monatelang vor sich her, obwohl sie genau weiß, dass ihr aktuelles Tool sie ausbremst — ich bin da ungeduldiger und probiere lieber früher als zu spät.
Wer nach Newsletter Tools für Solopreneure sucht, die konsequent auf Einfachheit setzen, sollte sich dieses Tagging-Prinzip genau ansehen, bevor er sich für ein listenbasiertes Tool entscheidet — die Umstellung im Kopf ist die größere Hürde als jede technische Einrichtung.
KlickTipp Alternativen: FunnelCockpit und vifugo im Vergleich
Nicht jeder braucht die volle Tiefe der Contact Cloud. Wer neben E-Mail auch Landingpages und Mitgliederbereiche in einem einzigen Tool will, findet mit FunnelCockpit ein echtes All-in-one-Paket, bei dem ich nicht fünf verschiedene Einzeltools zusammenstückeln muss — mehr dazu in meinem Bericht über FunnelCockpit für Coaches. Der Kompromiss: Einzelne Module sind nicht ganz so tief wie bei einem reinen Spezialisten-Tool, und die Einarbeitung dauert am Anfang länger.
Für alle, die gerade erst anfangen und bei denen das Budget eng ist, lohnt ein Blick auf vifugo. Das Tool ist auf Verkaufstrichter spezialisiert, seit fünf Jahren am Markt und einfach zu bedienen, hat aber keine eigene tiefe Tagging-Logik wie die Contact Cloud — für reines E-Mail-Marketing braucht es dort ein zusätzliches Tool.
Wer dagegen noch ganz am Anfang steht und nur eine kleine Liste verwaltet, findet in meinem Überblick zu KlickTipp Alternativen für kleine Listen weitere Optionen, die weniger Einarbeitung brauchen.

Für wen sich KlickTipp wirklich lohnt
Die Oberfläche wirkt an manchen Stellen, als wäre sie in den frühen 2010er-Jahren stehengeblieben — kein Design-Preis, aber ein Arbeitstier, das zuverlässig läuft, seit elf Jahren am Markt ist und dabei DSGVO-konform bleibt.
Wenn dich Listen-Chaos genauso nervt wie mich früher, dann schau dir KlickTipp und die Contact Cloud in Ruhe an — der Umstieg kostet ein paar Tage Umdenken, aber danach will man zu keiner starren Liste mehr zurück.
Wichtig ist für mich nur, dass die Technik im Hintergrund verlässlich läuft, während ich mich um meine Klienten kümmere — nicht andersherum.